Peau noire, masques blancs

Peau noire, masques blancs

Description

Frantz Fanon wuchs im postkolonialen Martinique auf und arbeitete nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg an psychiatrischen Kliniken in Frankreich und Algerien. Sein Thema ist vor diesem Hintergrund zu verstehen: die neurotische Subjektkonstitution der Schwarzen, die sich selbst als Menschen zweiter Klasse und die Welt der Weißen als erstrebenswertes Ziel sehen.
Ursprünglich wollte er sein Buch "Essay über die Entfremdung des Schwarzen" nennen. Zur theoretischen Reflexion der Entfremdung in (post-/neo-)kolonialen Verhältnissen setzt sich Fanon in diesem ersten größeren Werk mit verschiedenen Philosophen (Marx, Hegel, Existenzialisten ...) und Psychoanalytikern (Freud, Jung, Adler, Lacan ...) auseinander. Von besonderer Bedeutung werden für die Ausarbeitung von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung Lacans Theorem des Spiegelstadiums und Sartres Phänomenologie des Blicks.
Fanon engagierte sich später in der algerischen Unabhängigkeitsbewegung, radikalisierte sich politisch weiter und wurde posthum vor allem durch sein antikolonialistisches Manifest "Die Verdammten dieser Erde" (1961) bekannt. Erst in den 1980er Jahren wurde Fanons psychoanalytische Auseinandersetzung mit der Kolonialität wiederentdeckt.


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Details

Author(s)
Frantz Fanon
Format
Paperback
Dimensions
108 x 177 x 15mm | 161g
Publication date
16 May 2019
Publisher
Points
Publication City/Country
Paris, France
Language
English
ISBN10
2757841688
ISBN13
9782757841686
Bestsellers rank
719,721